27. September 2010

Bald gehts los...

und zwar sehr bald!

Genauer gesagt, geht mein Flieger Richtung Ferihegy Airport Budapest am Mittwochabend gegen 19:00 Uhr. Ankommen werde ich hoffentlich pünktlich gegen 20:45 Uhr. Ich bin ziemlich aufgeregt. Ich werde am Mittwoch dann das erste Mal meine beiden Mitbewohnerinnen kennenlernen. Bislang bestand nur ein E-Mail Kontakt.

Die letzten Besorgungen..

..werde ich im Laufe des heutigen Tage und morgen erledigen müssen. Einige Dinge, die ich in Budapest nicht brauchen werde, habe ich in den letzten Tagen bei ebay erfolgreich verkauft. Unter anderem trennte ich mich auch scheren Herzens von meiner anschaulichen Blu-ray Sammlung. Aber ich werde das Geld nun anderweitig benötigen.

Die Einschreibung am Mc Daniels College wird dann Freitagvormittag sein. Die ganzen neuen Gesichter... In mir entwickelt sich eine Mischung aus Angst, Freunde, Neugier und Heimweh wenn ich daran denke.

Ich werde nun einige Dinge noch erledigen und dann im Laufe der nächsten Tage von meinem Eintreffen in Budapest und den ersten neuen Erfahrungen erzählen.

26. September 2010

Die Entscheidung war gefallen...

Über die sehr interessante und gut gestaltete Seite ungarnstudium.hu erfuhr ich schließen von dem sogenannten Vorbereitungsjahr. Ein Jahr in dem sämtliche Wissenslücken in den Naturwissenschaftlichen Fächern beseitigt werden sollten... und wenn eins klar war, dann, dass ich diese Lücken besaß. Ich laß und laß.. und laß auch, dass die Organisation "College International" - ein Verband aus dem McDaniels College und der Semmelweis Universität Budapest - Studiengebühren in Höhe von 10000 € jährlich verlangten. Die Vorteile überzeugten mich jedoch.
  • kleine Lerngruppen
  • deutschsprachige Dozenten
  • moderne Räumlichkeiten
.. aber machen wir und nichts vor, der größte Vorteil ist, dass die Chance nach dem erfolgreich absolvierten Vorbereitungsjahr (das "Jahr" ist im Übringen kein Jahr sondern 8 Monate) einen Studienplatz an der Semmelweis Universität zu bekommen bei 90% liegt. So sagte es mir zumindest ein in Norddeutschland praktizierende Arzt, der Informationsveranstaltungen bezüglich des Studiums am McDaniels College plant und für allerlei Fragen offen ist.

Ich bewarb mich also für einen Platz am "International College". Und dies tat ich mit Erfolg. Schon nach 3 Tagen hatte ich eine Zusage in der Post. Nach Überweisung der hohen Gebühren nahm alles seinen Lauf. Ich erhielt Informationsbroschüren und die Mitteilung, dass ich mich doch bitte am 1. Oktober am College zur Einschreibung melden sollte.

Der erste große Schritt war also getan.

Wenn nicht hier, Wo dann?


Wochen- bzw. Monatelang machte ich mich schlau. Ich surfte stundenlang durchs Web, ich kaufte mir Zeitschriften, ich telefonierte mit Ehemaligen. Ich erschloss im Laufe der Zeit zahlreiche Möglichkeiten:
  • Studienplatzklage - Teuer und nicht erfolgversprechend!
  • Losverfahren - Eine Möglichkeit, aber ich kann auch gleich Lotto spielen gehen!
  • Warten? - Bei den ca. 10 Wartesemestern die ich benötige ist diese Möglichkeit außer Acht zu lassen.
  • Ausbildung? - Angst vor dem "Verlernen des Lernens" und "Verblödens" ist bei mir einfach zu groß!
  • Auslandsstudium - Teuer.. aber warum eigentlich nicht?
Ich telefonierte mit dubiosen Anwälten, die auf Internetseiten, vollgestopft mit Werbung, Versprechen propagierten, die niemand hätte halten können. Und diesen Leuten sollte ich mit meinem Geld das Leben versüßen? Keine Frage, es schaffen jährlich viele junge Leute sich einen Platz durch eine Studienplatzklage zu sichern. Aber ich sah in der Klage kein probates Mittel um meinem Ziel einen großen Schritt näher zu kommen.

Also dachte ich weiter über die Option "Auslandsstudium" nach. Wie schon gesagt, warum eigentlich nicht? Besonders die Möglichkeit des Studiums in Ungarn beeindruckte mich schwer. Innerlich listete ich immer wieder die Vor-und Nachteile auf. Ich würde neue Menschen kennen lernen, ich würde die viel zitierte Auslandserfahrung sammeln ... aber ich würde mir im Gegenzug auch eine Menge Geld von meinen Eltern leihen müssen und den riesigen Schritt in ein fremdes Land wagen.

Zu meinem Traum...


... dem Medizinstudium. 

Im Alter von 16 Jahren machte ich mir langsam Gedanken um das, was ich mein Leben lang - Tag ein, Tag aus - machen wollte. Und da schwebte mir das Bild des "Gottes in Weiß" im Kopf umher.
Natürlich hat dieses Bild nichts mit der Realität gemeinsam, was mir in den vergangenen Jahren auch bewusst wurde. Vielmehr bedeutet es 50 Wochenstunden zu arbeiten, unzählige Nachtdienste mit schlecht gelaunten Schwestern zu verbringen und für all das den Lohn einer fleißigen Berliner Putzfrau zu bekommen. Warum will ich mir soetwas trotzdem antun?

Vermutlich bin ich nur einer von zahlreichen angehenden Medizinstudenten, die sich diese Frage stellen. Eins war mir jedoch von Anfang an klar: Ich werde meinen Traum verwirklichen. Auf Grund eines unterdurchschnittlichen Abiturdurchschnitts (NC von 2,9) ist es mir nach meinem VWL Studium bislang verwehrt geblieben in Deutschland einen Studienplatz zu bekommen. Auch die beiden Wartesemeter (FSJ) bringen mich nicht auf die Überholspur.
Also stellte ich viele weitere Überlegungen an...

Hallo und ein herzliches Willkommen ..

.. auf meinem nagelneuen Blog!

Mein Name ist Christoph, ich bin 21 Jahre alt und komme aus einem Dorf in der Nähe von Bad Zwischenahn. Die Meisten von euch werden nicht einmal Bad Zwischenahn kennen, deswegen nenn ich den Namen meines Dörfchens erst gar nicht :-). Nun ja.. Ich komme aus dem schönen Norddeutschland.

Mit Hilfe dieses Blogs möchte ich den mir Gleichgesinnten Eindrücke und auch Hilfestellungen geben die Hürden auf dem Weg zu dem Studium zu überwinden. Also erzähle ich euch ersteinmal meine Geschichte:

Ich habe nach meinem Abitur im Jahr 2008 ein freiwilliges soziales Jahr im Kindergarten für kognitiv auffällige Kinder verbracht. Diese Zeit hat mir persönlich sehr viel gegeben, denn nach der Schulzeit durfte ich das erste mal wirklich Verantwortung übernehmen, mich selbst gestalterisch austoben und auch gleichzeitig viele neue Leute kennenlernen. 

Nach dieser wirklich interessanten Zeit habe ich ein Volkswirtschaftsstudium an der Universität Göttingen begonnen! Warum das Ganze? Genau, mein Abitur habe ich auf einem Wirtschaftsgymnasium gemacht und wollte meine Interessen in diese Richtung ausbauen.

Weit gefehlt!

Schon nach den ersten tristen Mathematik und Ökonomie Vorlesungen lief mir ein langer glatter Schauer über den Rücken. Umgeben von jackettragenden, hochmotivierten jungen Leuten, die gut und gerne auch Angestellte des örtlichen Opel-Händlers sein könnten, wurde mir im zweiten Semester - Gott sei Dank - klar, dass diese Leute das Abenteuer ohne mich weiter bestreiten werden müssten. Dazu kam auch, dass eine Wohngemeinschaft mit einem Freund, der mit mir zusammen das Abitur bestanden hatte, langsam in sich zusammen brach. Dies hatte zahlreiche Gründe, auch die ich nicht näher eingehen werde.

Ich wünsche nun allen neugierigen Leuten, die vielleicht denselben Traum wie ich haben viel Spaß beim Lesen dieses Blogs...